Kommando „Bei Fuß“

Kommando „Bei Fuß“

Juni 07, 2018

Damit Dein Hund Dich in Zukunft beim Gassi gehen nicht mehr durch lästiges an der Leine ziehen stresst, haben wir ein paar einfache und hilfreiche Tipps für Dich, wie Du Deinem Hund beibringen kannst „Bei Fuß“ zu gehen.

Wichtig ist, dass Du konsequent handelst und Deinen Hund, sobald er an der Leine zieht, korrigierst.
Durch stetige Wiederholung und Übung wird Dein Hund schon bald auf das Kommando „Bei Fuß“ reagieren. Dennoch solltest Du ruhig und gelassen bleiben. Überfordere Deinen Hund nicht und fange mit kleinen Schritten an. Dein Hund wird dieses Kommando nicht in ein paar Stunden perfekt beherrschen. Bedenke daher, dass die Trainingseinheiten maximal 10 Minuten dauern sollten. Wiederhole dafür jeden Tag drei bis fünf mal die Übung. So wird Dein Vierbeiner nicht die Konzentration verlieren.
 Und vergiss nicht: auch ein kleiner Erfolg bringt Euch weiter!

 

Die richtige Position

Um Deinem Hund „Bei Fuß“ beizubringen musst du zuerst die Aufmerksamkeit Deines Vierbeiners erregen. Am besten übt Ihr zuerst im Garten oder im Haus, damit deine Fellnase nicht abgelenkt werden kann. So hat er die Möglichkeit sich nur auf Dich zu konzentrieren und wird nicht durch äußere Reize abgelenkt.
Wir fangen klein an. Rufe Deinen Hund und lasse ihn neben Dir sitzen. Achte dabei darauf, dass er sich auf die Seite setzt mit der Du später die Leine hältst. So ist Deinem Hund später klar, auf welche Seite er sich setzen soll. Akzeptiere nicht, wenn Dein Hund sich vor oder hinter Dich setzt. Sei konsequent und warte bis er neben Dir sitzt. Als Hilfe kannst Du dafür auch neben Dein Bein klopfen und „Hier“ sagen oder ihn mit einem Leckerchen locken.  Sobald er neben Dir sitzt und dich anschaut gibst Du ihm eine Belohnung.
Wiederhole dies, bis es gut klappt. Sobald Dein Hund sich wieder von Dir wegbewegen darf, gibst Du ein Auflösekommando. Dies kann zum Beispiel „Lauf“ oder „Okey“ sein. Somit signalisierst Du Deinem Hund, dass es nun in Ordnung ist sich zu entfernen. Falls Dein Hund am Anfang nichts mit Deinem Auflösekommando anfangen kann, kannst Du ihm ein Spielzeug oder ein Stöckchen werfen. Dies gilt dann auch gleichzeitig als Belohnung.

Der zweite Schritt

Nun kannst Du das „Bei Fuß“ gehen an der Leine üben.
Dafür legst Du Deinem Hund das Halsband und seine Leine an. Lasse Deinen Hund neben Dir sitzen. Wichtig ist, dass die Leine Deines Hundes durchhängt und nicht zu straff gehalten wird.
Nun gehst Du einen Schritt nach vorn und gibst das Kommando „Bei Fuß“. Dein Hund sollte Dir folgen und sich dann erneut neben Dich setzten. Belohne Deinen Hund wenn er dies tut.
Wiederhole dies einige Male. Im nächsten Schritt kannst Du auch zwei oder drei Schritte vorgehen.
Achte darauf, Deinen Hund nicht zu überfordern. Fange klein an und steigere deine Schritte erst später. Dein Hund muss erst begreifen worum es geht.
Wenn das gut funktioniert, kannst Du das Schritttempo steigern oder Richtungswechsel einbauen.
Belohne Deine Fellnase, wenn er etwas richtig gemacht hat.  Achte dabei auf den richtigen Moment. Eine zu frühe oder zu späte belohnung verhindert den trainingserfolg, da Dein Hund die Belohnung dann nicht mit dem Befehl verbindet.
  Gerade bei dieser Art von Training kannst Du gut eine Futterration für das Training verwenden und diese nach und nach an Deinen Hund verfüttern. Dafür lässt Du dann beispielsweise das Abendessen für ihn weg.
Dennoch solltest Du Deinen Hund, nach den ersten paar Übungsstunden, nicht für alles belohnen.
So wird er später auch ohne Belohnung zu Dir kommen.

Sollte Dein Hund nicht sofort alles richtig machen, kannst Du ihn korrigieren. Dabei solltest Du jedoch nicht zu hart an der Leine ziehen. Bleibe lieber stehen und sag ruhig aber konsequent „Bei Fuß“. Dein Hund wird sich wieder neben Dich setzen und ihr könnt das Training fortsetzen.

 

Wenn Dein Hund trotzdem noch an der Leine zieht

Es kann sein, dass Dein Hund zwar super neben Dir sitzt und auf Dein Kommando „Bei Fuß“ hört, er aber dennoch nach Deinem Auflösekommando loszieht.

Um dies zu verhindern kannst Du folgendes tun:
Sobald Dein Hund versucht an der Leine zu ziehen, stellst Du Dich konsequent vor ihn. So wird Deinem Hund der Weg versperrt und er ist gezwungen stehen zu bleiben. Alternativ kannst Du auch Deine Hand vor seinen Brustkorb halten.
Wenn das so gar nicht funktionieren will, kannst Du auch sobald Dein Hund zieht die Richtung wechseln.

 

Spazieren gehen

Wenn das „Bei Fuß“ gehen ohne Ablenkungen gut klappt, ist es an der Zeit die Schwierigkeitsstufe zu erhöhen. Dazu kannst Du mit Deinem Hund in den Park, in den Wald oder in die Stadt gehen.
Wiederhole Dein Training auch dort und belohne Deinen Hund, wenn er Dein Kommando befolgt.
Verzweifele nicht, wenn es nicht sofort so gut klappt wie beim Training zuhause. Dein Hund nimmt Gerüche und Geräusche viel intensiver wahr, als Du. Somit wird ihn es ihm vielleicht schwer fallen, lieber auf Dein Kommando zu hören, als irgendwo zu schnüffeln. Aber mit Geduld und Konsequenz wird Dein Vierbeiner bald verstehen, was er zu tun hat.



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