Die Zecke

Die Zecke

Mai 18, 2018 1 Kommentar

Die Zecke, ein gefährlicher Parasit. Behandeln und Vorbeugen.

Zecken sind lästige Parasiten und stellen eine große Gefahr für Hund und Mensch dar.
Doch was tun, wenn der eigene Vierbeiner oder gar sie selbst von einer Zecke gestochen wurden?
Wie kann man einem Zeckenstich und dessen Folgen vorbeugen? Wie entferne ich eine Zecke fachgerecht und wie versorge ich die Wunde am besten? Dies und einige allgemeine Informationen erfahren Sie in unserem Beitrag.

Von Frühjahr bis Herbst sind Zecken sehr aktiv.  Sie sind nur wenige Millimeter groß und werden daher oft leicht übersehen. Zecken gehören zur Familie der Spinnentiere und gelten als Parasiten. Sie saugen Blut von ihrem Wirt, also Mensch oder Tier, um das eigene Überleben zu sichern. Der Stich einer Zecke kann Entzündungen und ernsthafte Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose (Lyme-Krankheit) hervorrufen. Besonders FSME ist eine nicht zu unterschätzende Erkrankung, welche in drastischen Fällen bis zum Tode führen kann.

 

Wie kommt es zu einem Zeckenstich?
Bei Spaziergängen im Wald oder im eigenen Garten kann es vorkommen, dass der eigene Hund oder sie selbst von einer Zecke gestochen werden. Denn Zecken halten sich bevorzugt an schattigen und Feuchten Orten auf. Direktes Sonnenlicht und Trockenheit vermeiden sie. Meist findet man Zecken in Bodennähe also an Sträuchern oder im Gras.
Zecken registrieren ihren Wirt durch dessen Köperwärme oder dessen Geruch. Geht der Wirt nun unmittelbar an der Zecke vorbei, so verhakt diese sich mit den Vorderbeinen beispielsweise im Fell und krabbelt bis hin zu einer Stelle die für sie passend erscheint. Diese Stellen sind meist Regionen in der sie leicht in die Haut stechen kann, wie der Kopf, der Hals und die Pfoten.
Beim Menschen finden sich zecken oft im Bauch- und Brustbereich, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt.

Anschließend betäubt sie die Stichstelle. Durch den Speichel der Zecke kommt es oft zu Schwellungen oder Rötungen der Haut. Da der Zeckenkopf durch Widerhaken in der Haut verankert ist, muss man beim Entfernen einer Zecke darauf achten, dass die Zeckenzange sehr nah an der Haut angesetzt wird. Wird dies nicht gemacht, kann es dazu kommen, dass lediglich der Körper der Zecke vom Kopf abgetrennt wird. In diesem Falle verbleibt der Kopf der Zecke in der Haut. Dieser kann Entzündungen und knotige Hautveränderungen hervorrufen. Zudem können, im Falle einer Quetschung der Zecke, möglicherweise gefährliche Körperflüssigkeiten freigesetzt werden.

 Wie entferne ich eine Zecke fachgerecht?

Sollten Sie oder Ihr Hund dennoch von einer Zecke gestochen worden sein müssen sie möglichst schnell handeln. Denn je länger der Saugvorgang anhält, desto wahrscheinlicher ist eine Übertragung von Krankheitserregern. Dennoch sollten sie Ruhe bewahren, denn eine Zecke ist genauso schnell entfernt, wie sie sich angeheftet hat.
Legen Sie die Stichstelle frei. Ist die Zecke an einer schwer zu erreichenden Stelle, fragen sie eine zweite Person um Hilfe bei der Entfernung.
Nehmen Sie  sich eine Zeckenzange oder alternativ eine Pinzette zur Hilfe. Greifen sie die Zecke möglichst nah an der Haut um sie vollständig zu entfernen.
Wenn sie die Zeckenzange angesetzt haben, ziehen sie langsam und kontrolliert an der Zange. Vermeiden Sie Drehen oder zu schnelles ziehen der Zecke.
Verwenden Sie keine alternativen Mittel wie Benzin, Nagellackentferner oder Alkohol. Dies kann die Übertragung von Erregern nämlich sogar erhöhen.
Nachdem sie die Zecke entfernt haben desinfizieren Sie die Stichstelle mit Alkohol oder einer Jodhaltigen Salbe
Falls die Rötung an der Einstichstelle nicht zurückgeht oder sich gar verschlimmert sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Außerdem sollten Sie darauf achten, ob die Einstichstelle stark anschwillt, schmerzt, pocht, heiß wird oder grippeähnliche Symptome wie zum Beispiel Gliederschmerzen oder Fieber auftreten. Auch dann sollten Sie einen Arzt konsultieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sie die Zecke fachgerecht entfernt haben ist ebenfalls ein Arztbesuch ratsam.
Auch Hilfsmittel wie die Zeckenkarte und das Zeckenlasso können zur Entfernung einer Zecke verwendet werden.
Die Zeckenkarte wenden sie folgendermaßen an: Fixieren Sie die Zecke mit einer der V-Förmigen Auslassungen. Viele Zeckenkarten haben verschiedengroße Auslassungen für unterschiedlich große Zecken. Schieben sie die Karte nach vorne und ziehen sie diese gleichzeitig nach oben. Die Karte fungiert dabei als Hebel.
Beim Zeckenlasso wird das Ende mit der Zeckenschlinge möglichst hautnah um die Zecke gelegt. Anschließend wird der Schlaufendurchmesser durch den Stempel am oberen Ende des Geräts verringert und die Zecke durch eine Ziehbewegung entfernt.



Wie entsorge ich die Zecke nach dem entfernen fachgerecht?

Nach erfolgreicher Entfernung der Zecke sollten Sie diese möglichst Fachgerecht entfernen.
Dabei sollten Sie nicht mit den Körperflüssigkeiten der Zecke in Berührung kommen um sich vor Krankheitserregern zu schützen. Legen sie die Zecke in ein Papiertuch und falten dieses. Zerdrücken sie die Zecke nun mit einem festen Gegenstand, beispielsweise mit einem Glas. Entsorgen die das Tuch mitsamt der zecke danach im Müll. Von einem Zertreten der Zecke mit dem Schuh oder einem runterspülen in der Toilette sollte abgesehen werden, da Zecken dies oft überleben.


Vorbeugen von Zecken  

Bei einem Spaziergang im Wald oder auf dem Feld sollten sie festes Schuhwerk tragen und möglichst nicht durch hohes Gras gehen.
Für Menschen gibt es ebenfalls Zeckenschutzmittel, welche auf die Haut aufgetragen werden können.
Um Ihren Vierbeiner vor Zecken zu schützen, können sie ebenfalls antiparasitäre Medikamente verwenden. Diese sind bei Ihrem Tierarzt erhältlich und werden ebenfalls als Flüssigkeit im Nackenbereich des Hundes aufgetragen. Außerdem sind spezielle Halsbänder erhältlich, welche einen ähnlichen Wirkstoff haben und damit ebenfalls Zecken abwehren sollen. Falls Sie sich nicht sicher sind, welches Mittel für Ihren Hund geeignet ist, sprechen Sie einfach mit einem Tierarzt Ihres Vertrauens und lassen Sie sich beraten.
Zusätzlich sollten Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang gründlich nach Zecken absuchen. Tasten sie dazu besonders die Stellen am Kopf, am Hals und an den Beinen des Hundes ab. Aber auch den Bauch und den Rücken sollten Sie nicht vergessen.
Sie können auch mit einem feinen Kamm nach Zecken suchen. Meist kann man diese mit dem bloßen Auge erkennen.
Beim Menschen finden sich zecken oft im Bauch- und Brustbereich, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt.



1 Antwort

Monika
Monika

Mai 22, 2018

Ich wusste gar nicht, dass Zecken so gefährlich sein können, super Blogbeitrag.
freue mich auf die nächsten.
Mein Hund zieht immer so an der Leine, vielleicht könntet ihr mir ja mal ein paar Tipps geben, wie ich ihm das abtrainieren kann.
Liebe Grüße Monika

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